Manfred Borgwardt
Wolfsburg
Meine fotografischen Begegnungen
Milestones - A autobiography about me and my photographic encounters in my life



     


1943 - 1954


Angefangen hat die intensive Nähe zur Fotografie im zarten Lebensalter von nur wenigen Wochen ...
Sie vermuten richtig, meine Eltern waren in ihrer Freizeit nicht nur begeisterte Segler, sondern mein Vater auch ein ambitionierter Hobby-Fotograf.


               
        August 1943                            Dezember 1943                     April 1944

Das war 1943 schwer genug -  nicht nur weil sich Deutschland im Krieg befand und besonders in meiner Heimatstadt Wilhelmshaven  der Alltag durch Fliegeralarme  sehr unruhig war -  nein auch die technische Ausstattung, also gute Kameras, Fotomaterial und geeignete SW-Labore waren nicht selbstverständlich.

Überhaupt war das Fotografieren mit Kunstlicht für den ambitionierten Fotoamateur eine spannende Sache.  Entweder benutzte man  riesige 200Watt Fotolampen oder "brandgefährliches" und rauchendes  Blitzlicht mit Magnesiumpulver, Blitzbeutel oder Magnesiumbändern. Elektrisch gezündete Einwegblitzbirnchen und Xenonblitzröhren wurden erst später erfunden. Für ruhende Motive im Nahbereich war eine typische Einstellung: Photolampe 200W, Blende 22, 30sec.

Nebenbei, all diese 6 Kinderfotos bis 1945 sind mit einer Plattenkamera aufgenommen und im Originalformat  9x12cm (!) auf orthochromatischen Agfa Isochrom Glasplatten belichtet, die mir als Original vorliegen. So war das damals: Entwickelt wurde auf Sicht bei Rotlicht und jedes Papierbild war entweder ein 1:1 Kontaktabzug auf Weber-Hartbrom  (Bromsilberpapier)  oder als 6.5x9.5 Verkleinerung auf Gaevert-RIDAX (Gaslichtpapier). Zum Equipment gehörte auch eine Voigtländer BESSA 6x9
 für 120er Rollfilme mit Voigtar 1:6,3.

                     
                Dez.1944                                       1945                                     Dez.1945 

Diese Problematik beeindruckte mich damals allerdings weniger, hatte ich doch damit zu tun, nicht nur Laufen und Sprechen zu lernen, sondern bald auch die wirklichen Werte des Lebens und des Vergnügens.



Hier noch einige der ganz seltenen Aufnahmen aus der Zeit bis 1948

                               
        Südstrand 1946                                 Südstrand 1947                                    Allerstraße 1948
mit einem Fliegerschlauchboot




Meine nun alleinerziehende Mutter hatte keine Möglichkeit meinen Werdegang  fotografisch zu begleiten.
Ich  habe aber einige Fotos gefunden, die meinen Kindern und Enkeln sicher gefallen werden.


                                 
     1949  mit einem  Modell                        1949 Einschulung                               ... fürs Klassenfoto
       einer Savoia-Marchetta                      Volksschule Allerstraße                       brav als Rechtshänder



                   
     ... doch ich war ein "Linker" :)                1954 mit Großmutter und Mutter
        (Heute noch beidhändig)                   


                  


1955  Agfa Clack
1955


So dauerte es etwa bis zu meinem 12. Lebensjahr bis ich zum ersten Male eine Kamera in den Händen hielt und damit experimentierte  - allerdings nur leihweise.  Es war die legendäre Agfa Clack - eine  6x9 (cm) Kamera mit 120er Rollfilm und Fixfocus-Linse.  Ich probierte zum Beispiel aus, wie sich das Bild auf der gekrümmten Filmebene abbildete. Wie ich heute weiß, begnete man mit der Krümmung der Filmebene die durch den einlinsigen, unkorrigierten Meniskus entstehende Bildfeldwölbung. Das Kameraunterteil mit Rückwand konnte man abziehen und  über die Filmebene ein Stück Pergamentpapier spannen.

Wenn schon keine echte Kamera, dann sollte es zuminest danach aussehen. Not machte gerade in der damaligen Zeit  erfinderisch, so bastelte ich eine Kameraatrappe - ein von einem Prospekt ausgeschnittens und auf Pappe aufgeklebtes  Foto einer Leica, ergänzt mit einer  Biltzlichtatrappe in Form eines kleinen Fahrradlämpchens. Damit habe ich so manchen Besuch bei uns zu Hause überrascht.

Unvergessen auch die interessanten Dia-Abende in der Stadthalle Wilhelmshaven in den 50er und 60er Jahren, die Georg Blitz von der Firma Kodak veranstaltete -  die letzten von mir besuchten mit ausgefeilter Projektionsüberblendtechnik. Trotz aller Begeisterungm  - zu einer Retina 1A oder Retinette konnte man uns nicht überreden. :)



1957 Trixette




Selbstbildnis, Januar 1960    




1957


Zur Konfirmation bekam ich dann eine "richtige" Kamera geschenkt.
Unzählige Male hatte ich mir die Nase an der Fensterscheibe des Fotohauses Germania in Wilhelmshaven, Marktstraße platt gedrückt und mir im Geschäft das gute Stück auf grünem Filztuch zeigen lassen, bis sich dann mein Traum erfüllt hatte.
Ich weiß nicht genau, wie meine Mutter sich das Geld von unseren hungrigen Schnuten abgeluchst hat, ich glaube mein Onkel Hein hat auch recht viel dazugelegt.
Das war ja nun etwas ganz Tolles, eine Klappkamera mit dem typischen Faltbalg, zwar immer noch (oder sollte ich sagen zum Glück) mit  6x6 Rollfilm.  Es war das seltene Modelle TRIXETTE  der Kamerawerke A.Gerlach, Wuppertal (später umbenannt in "Nixette" der Nachfolgefirma Nixon.
Dank an Sylvanno (Belgien) und Pierre (Frankreich) für die erfolgreiche Suche nach dem Modellnamen meiner Kamera /  Merci à Sylvanno (Belgique) et Pierre (France) pour la recherche couronnée de succès pour le nom de modèle de mon appareil photo.
Der legendäre Verschluß 
"Vario 25,50,200,B"  (Fa. Gauthier 1929) wurde von Hand gespannt und rechts am Tubus mit einem langen Bügel ausgelöst. Er hatte keinen Selbstauslöser aber einen Blitzkontakt. Das Objektiv Supra Anastigmat, 75mm /f5.6 wurde durch eine ungewöhliche Kinematik in der ersten Phase des Einfaltens nach unten gekippt,  Ungewöhnlich auch: Das Transportrad von hinten gesehen links - der Rollfilm wurde also auf der Rückseite rechts eingelegt. Ein Novum der Fa. Gerlach (Nixon).   ...mehr

.

                     
         Meine ersten Aufnahmen,  6x6 Kontaktabzug auf  Büttenpapier Agfa Lupex bzw  auf Lunar



         Es gibt nur 4 Fotos von mir in der Zeit von 1957-1960
  
         
                 Hier am Bontekai in Wilhelmshaven




1962     Voigtländer Vito CL
1962


Von meinem angesparten ersten Lohn kaufte ich mir dann 1961-62 etwas ganz  Flottes, eine moderne  Kleinbildkamera (24x36) mit gekuppeltem Belichtungsmesser für ca. 250 DM. Die Wahl fiel auf die Voigtländer Vito CL (Color Skopar 1:2,8/50mm.)

Durch die Vito CL habe ich den Zusammenhang zwischen Blende, Zeit und Lichtwert verinnerlicht, also dass eine bestimmte "Lichtmenge" durch ein fixes Verhältnis von Blende zur Verschlusszeit gebildet wird. So ergibt sich immer die gleiche konstante Lichtmenge, wenn man gleichzeitig Blende UND Zeit in gleichen Schritten verändert
z.B.  2.8-1/500 ... 4-1/250 ... 8-1/60  ... 11-1/30

Nebenbei, die Kamera fand auch in der Verwandtschaft große Beachtung, war doch die Wahl passender Geschenke zu erfreulichen Anlässen ganz einfach geworden: Bereitschaftstasche, Gegenlichtblende, Gelb/Orangefilter, Blitzgerät,externer Entfernungsmesser und diverses Zubehör füllten so langsam meine Fotokiste.
Das gute Stück hat mich während prägender Epochen begleitet: Lehre, Freundschaften, Hobby, Bundeswehr,Studium, erste Liebe, Berufsstart und natürlich  ab 1969 Familiengründung mit den ersten beiden Kindern.
Die Vito hat als älteste mir noch erhaltene Kamera nun einen Ehrenplatz in meiner Sammlung.




1978  Canon  AE-1
1978


Die junge Familie mit ihren typischen Motiven sollten stets gut im Bilde sein, vor allem bei Portraitaufnahmen und bei Sport & Spiel. Ich merkte bald die Grenzen der normalen Brennweite. Da war es 1978  Zeit für mich, auf eine Spiegelreflexkamera umzusteigen. 
Die deutschen Modelle wie sie z.B. von Voigtländer, Agfa,  Rollei, Zeiss  angeboten wurden, waren für mich unerschwinglich. In dieser Zeit hatten die japanischen Kameras im Wettbewerb bereits stark  aufgeholt und es war oft nur noch ein Glaubenskrieg ob man sich für z.B. eine Minolta XD7, Olympus (OM) oder Canon (A, AE) entschieden  hat.
Als "Elektronikmensch" hat mich die brandneue vollelektronische Canon AE-1 interessiert, die 1976 als Kamera-Revolution gefeiert wurde -  sie war als weltweit erste SLR-Kamera mit einer Mikrocomputersteuerung und einer Blendenautomatik ausgerüstet. 730 DM musste ich auf den Tisch blättern und hoffen, dass ich bei der Verteilung der Kamera bedacht wurde. Die AE-1 wurde selbst 1 Jahr nach  Markteinführung nicht "verkauft", sondern "verteilt", also den Fotohändlern förmlich  aus den Händen gerissen. (Das erinnert mich heute, über drei Jahrzehnte später, an den Hype um die Markeinführung des iPhone4 bzw iPad).
Die AE-1 mit  5 Mio verkauften Exemplaren in 3 Jahren machte Canon zum Marktführer, obwohl damals eine vollelektronische Steuerung und die Abhängigkeit von einer Batterie noch sehr als Risiko betrachtet wurden - denn ohne eingelegte Batterie konnte nicht ausgelöst werden. Ich habe zwar den mitgelieferten Reservebatterie-Behälter am Tragegurt mitgeführt, wurde aber von einem Batteriewechsel nie überrascht.









Vivitar Serie1    70-210mm
1:3.5  d=67mm, für  Canon FD
Als Ergänzung zum relativ lichtstarken Setobjektiv 1:1,4 50mm spendierte ich mir das damals sehr begehrte Schiebezoom Vivitar Serie 1 70-210mm   f=1:3,5  d=67mm in der 2.Version mit HMC. Damit habe ich tolle Shots während unseres ersten Spanienurlaubes gemacht  und später alle Kinderfotos, Portraits und "Nahaufnahmen".

                              



Canon AE1-Programm
1981  Canon  AE1-Program



Tokina RMC   28-85mm
1:1.4 d=72mm, für Canon FD


1981


Leider hat die AE-1 nach Ablauf der Garantie (so hieß das damals noch) ihre Funktion eingestellt - zu hohe Luftfeuchtigkeit während der Urlaube waren der neuartigen Microprozessortechnik weniger bekömmlich.
Um einen Systemwechsel zu vermeiden (Objektive, Winder, Speedlight) erwarb ich 1981 als Ersatz die brandneue AE-1 Program. Dieses Modell war der Nachfolger der AE-1 und hatte Elemente der höherwertigen A-1, insbesondere die Programmautomatik, integriert.


     
                     





Ich musste bald erkennen, dass mir im Alltag das Vivitar-Zoom oft  zu langbrennweitig und zu schwer war. Deshalb kaufte ich ein "kurzes" kompaktes Universalzoom, das neue RMC Tokina  28-85 1:1,4 d=72.
Ich empfinde noch heute diesen BW-Bereich als besonders interessant, weil er WW und Portrait-Tele in einem vereint - sicher fotoqualitativ ein Kompromiss, aber unerhört praktisch.


Die analoge Spiegelreflex Fotografie mit AE1, AE-1 Programm und Zoomobjektiven  hat mich 10 lange kreative Jahre begleitet bis ich mich der digitalen Fotografie zugewandt habe. Ich habe alles sorgfälltig aufbewahrt und hole es ab und zu nocheinmal hervor.







Sony Video8 AF für Video-8 MP (1987)
Nizo S2 Super8 Schmalfilm  (1974)


Braun Nizo Integral 6  (1980)
Super 8 Tonfilm m. integr. Micro


1974 ->   Filmen in Super-8 und auf Video



Parallel zum Fotografieren hatte ich fleißig ab 1974 auf Super 8 gefilmt, geschnitten, geklebt und später auch vertont. Ich filmte mit der Nizo S2 und ab 1980 mit der Braun Integral 6.
Die unzähligen Filme entzücken immer wieder meine Kinder und Enkel. 


Schnitt, Titel, Vertonung  und eine wirklich störungsfreie Wiedergabe mit Genuss und ohne Verdruss waren damals die großen Probleme der Schmalfilmer.


Ich stieg daher 1987 konsequent um in die Welt der elektronischen Videokameras. Meine erste Kamera war die sehr gewichtige Sony CCD-Video8 AF, eine 2,7kg (!) schwere und 33cm lange Schulterkamera  mit dem Video-8 System. Ich habe sie 1998  durch eine kleine Panasonic NV-DS 5 (Hi-8)  ersetzt.


Ich glaubte damals, mich nur auf eines richtig konzentrieren zu können. So ist das Fotografieren oft in den Hintergrund getreten -  leider, wie ich heute feststellen muss.

Ich habe heute noch alle Filmkameras einschl. der Projektoren im Bestand. Die gewichtige Sony Video Maschine benutze ich noch heute als Zuspiel-Video8-Player beim Umkopieren der Videofilme auf DVD.
Die Panasonic NV-DS5 ist funktionsfähig, ich setzte sie zu besonderen Anlässen hin und wieder ein.



1994    Canon AF35M II

1994


Parallel zum Videofilmen und wenn mir die zusätzliche Mitnahme der Spiegelreflexausrüstung zu schwer war, habe ich eine Canon AF35MII eingesetzt. Ein gutes Teil mit sehr guten Testergebnissen. Herausragendes Merkmal war ein Autofocus, den Canon zum ersten Male in einer KB-Kamera integriert hat. Das lichtstarke f/2.8 Objektiv und ein starker Blitz sowie die Verwendung handelüblicher AA-Batterien habe ich sehr geschätzt.
Weitere Daten:  Objektiv   Canon 1:2,8/38 mm, 4 Linsen.
Objektivabdeckung motorisch, elektromagnetischer Programmverschluß; dient gleichzeitig als Blende.
Automatisches Filmeinlegen, automatischer Filmtransport, motorische Filmrückspulung.



1995    Chinon ES-3000
1995


Als ich 1995  beruflich eine der ersten verfügbaren digitalen Kameras zur Dokumentation technischer Anlagen nutzen konnte, (Chinon ES-3000 mit VGA, 3fach Zoom, Flash, ASA200, 5-40 Bilder bei 1MB onboard)  war ich begeistert   - weniger von der Bildqualität sondern vielmehr vom schnellen Ergebnis, eine Eigenschaft, die es mir ermöglichte Präsentationen und die ersten  Intranetprojekte "ins rechte Bild" zu rücken.
Hatte ich erst einmal die Vorzüge der digitalen Bildaufzeichnung und einfacher Bildnachbearbeitung kennengelernt,ließ mich diese faszinierende Technik nicht mehr los und ich wartete nur noch auf brauchbare und bezahlbare Digitalkameras.


1998        Olympus C840-L
 1,3MP,  2" Monitor,
Fixfocus, 4xAA

1998


Es dauert aber bis zum Oktober 1998 als ich mich mit dem Erwerb der Olympus C-840L für 888 DM endgültig der Digitalfotografie verschrieben hatte - als Ergänzung zum Videofilmen.
Die 840L war über 10 lange Jahre lang unermüdlich im Einsatz und hat nach der Ausmusterung in meinen Enkeln das Interesse an der (Digital)Fotografie wecken können.




2003    Canon Powershot A80
Klapp/Schwenk LCD
4MP, manuell/auto/movie
2003


So schön und praktisch die Digitalfotgrafie seiner Zeit auch war - technisch anspruchvolles Fotografieren, so wie ich es mit analogen Spiegelreflexkameras gewohnt war - war mit den einfachen digitalen Kompaktkameras damals nicht möglich.
Die Ansprüche stiegen und das Angebot an kleinen handlichen Digitalkameras mit Zoom und besserer Auflösung wuchs explosionsartig. Leider auch der Pixelwahn und ausgefeilte Vollautomatismen.

Ich entschied mich im Oktober 2003 für die Canon Powershot A80. D
ie  Möglichkeiten, Blende und Zeit manuell einstellen zu können waren  ebenso kaufentscheidend  wie das praktische Klappdisplay, die Stromversorgung mit 4x AA Mignon und gute Referenzen  ... und vielleicht die Assoziation an Canon ?.
Weitere Daten: 1/1,8" CCD mit 4 Mp, 3-fach Zoom, 38-114 mm, 1.5" TFTMonitor mit 67.000 Bp, 340g.
Die A80 begeleitet mich noch heute, wenn leichtes Gepäck angesagt ist.

Gleichzeitg habe ich mich von der analogen Fotografie verabschiedet ... wer weiß schon, für wie lange ;)

[update 1/2012]Leider habe ich eine gelegentliche Bildstörung zu spät als einen CCD-Fabrikationsfehler (Sony) erkannt, der Ende 2011 schleichend zu einem Totalausfall führte. Der Zeitraum für eine kulante Reparatur durch CANON war wenige Monate zuvor abgelaufen. Zu spät, denn 110 €  wollte ich für eine Reparatur nicht ausgeben. Nun ist die A80 auch in meinem Museum aufgenommen worden.




2008    Canon EOS 450 D




2008  Sigma 18-200mm DC OS








  Sigma 10-20mm 3.5 EX DC HSM







2008


Den Wunsch, endlich wieder mit einer echten Spiegelreflex fotografieren zu können erfüllte ich mir mit einer Canon EOS 450D. Dazu spendierte ich mir als "Reisezoom"  das  
Sigma 18-200mm,  DC  F3.5-6.3 OS  d=72mm.

   


Es war einfach herrlich, wieder mal kreativ werden zu können .... und ich tat es reichlich. So probierte ich die HDR-Technik aus und erinnerte mich auch an das, was ich bei   Heinrich Heidersberger in den 80ern  gelernt hatte.

Nebenbei, so ein "Überall-dabei-Zoom" mit  ca. 18-200mm ist eine feine Sache, wenn man in die ambitionierte Digitalfotografie einsteigt. Für weniger als 500 Euro bekommt man schon eine brauchbare Linse mit OS (optischem Stabilisator) die alle Brennweiten des Alltags miit einem einzigen  Objektiv abdeckt. Das ist natürlich überaus praktisch.  Natürlich darf man bei dieser Lösung in der unteren Preisklasse wegen geringer Lichtstärke und nur durchschnittlich optischen Eigenschaften insbesondere bei offener Blende  keine Wunder erwarten. Mein Album zeigt aber doch beindruckende Resultate.







Ein Jahr später kaufte ich mir das Weitwinkelzoom Sigma 10-20mm  
F3,5 EX DC HSM d=77mm.

   
           
    HDR 12mm *)    Wolfsburg               HDR 18mm *)      Gotha                10mm *)    Berlin

*)  Die Angabe der Brennweite auf Objektiven entspricht den gewohnten KB-Brennweiten nur dann, wenn der Brennpunktabstand und die Sensorfläche wie beim Kleinbildformat ca. 24x36mm beträgt (man spricht dann von einem Vollformatsensor). 
Canon Modellewie z.B. die  EOS 450D, EOS 500D und EOS 7 haben jedoch eine andere Kamera-Architektur mit kleinerer Sensorfläche von 15x22,5mm UND einem kürzeren Brennpunktabstand (short back focus), so dass sich ein Verlängerungsfaktor (FOVCF)  von 1,6 für die effektive Brennweite ergibt.  Somit entspricht ein Objektiv mit z.B.10mm => einer Kleinbild Brennweite von 16mm




2010   Canon EOS 7 D



































  Sigma 10-20mm 3.5 EX DC HSM



















Canon EF 70-200 L F4.0 IS USM














Canon IXUS 125HS
93 x 57 x 20 mm - 135g


























2010


Mit dem Jahreswechsel  auf 2010 habe ich die 450D mit dem 18-200 meinem Sohn überlassen, um sein bekundetes Interesse an anspruchsvollerer Fotografie weiter zu fördern. Ich hoffe, er wird in 35 Jahren einen ähnlichen Rückblick verfassen können :)
Nach wochenlangem Grübeln entschied ich mich im Januar für die neue Canon EOS 7D im Set mit dem EF-S 15-85mm IS USM.
Als Umsteiger von der 450D auf die 7D  begeistern mich der helle 1:1 Sucher, die ausgefeilte AF-Steuerung, die neue praxisgerechte Bedienung und die bessere Handlichkeit / Ergometrie trotz des fast doppelten Gewichtes.

                     

   EOS 7D:  Beispiel für die Treffsicherheit im Modus "AF-Einzelfeld".
                  Eine weitere Steigerung wäre die Betriebsart "AF-Spot".

 





Das neue EF-S 15-85 ist für den Aufpreis von 600 € ein ausgezeichnetes Set-Objektiv, dass ich mit gutem Gewissen im Alltag immer an der 7D gekuppelt  habe - unerhört schneller USM-Fokus, sehr hell  und scharf - und ein schöner Weitwinkelbereich, der am 1.6 CROP eine  24mm KB-Brennweite ergibt.


               
 
Beispiel für das  Canon EF-S 15-85mm:
Der linke Ausschnitt wurde aus dem rechten
Foto gewonnen, 5184x3456px, f /6.3 , 85mm.
"Lichtblicke
am Morgen"
"Winterpause"











Mein beliebtes Weitwinkelzoom 
Sigma 10-20mm  F3,5 EX DC HSM  verwende ich weiterhin.
(Entspricht 16-32mm KB-Brennweite an der 7D)

       

                 









Neu im  Februar 2010:
Ich habe die Liebe zu Details wieder endeckt. Sich Unscheinbares bewußt zu machen....
Alltägliches wird auf das Wesentliche reduziert und erschließt sich mir neu.....

Daher sind mir auf Dauer  die 85mm (x1.6) zu wenig. Da ich mein Sigma Telezoom mit warmen Händen abgegeben habe, fehlt mir etwas "Länge".So ist es gekommen wie es kommen musste:
Ich habe mich für ein neues Telezoom entschieden und zwar  für das
nebenstehende Canon EF 70-200L 4.0 IS USM . (Entspricht 112-260mm KB-Brennweite an der 7D) . Es war  ein Kompromiss aus Qualität, Lichtstärke und Gewicht. Über den Kaufpreis schweige ich mal diskret :)
Nach 2 Wochen kann ich bereits sagen: Ich bin begeistert von der Schärfe und dem Autofocus.

     







Neu im April 2012:
Endlich habe ich mir eine sehr kleine "Immer-in- der-Hosentaschen-dabei-Kamera" angeschafft. Die Schnappschüsse mit dem Handy oder iPod hatten mir schon lange nicht mehr gefallen. Das Dilemma ist ja bekannt: Das Herumschleppen der gewichtigen Spiegelreflex auf kleinen Reisen, Ausflügen oder Feiern ist unbequem - und wenn unerwartet ein interessantes Motiv für einen lohnenswerten Schnappschuss erspäht wird, hat man sie nicht dabei.
Ich habe mich für die Canon IXUS 125HS entschieden -  zum einen wegen des 24mm Weitwinkel, außerdem ist sie sehr klein und flach .... und ich kann einiges manuell sehr leicht beeinflussen (unter anderem +/-Blende, ASA, AF, Aufhellblitz). Gerade wegen des Rauschverhaltens kann ich manuell  ASA100 wählen. Die Powershot-Serie hätte mir eher zugesagt, aber das sind dann keine ganz "Kleinen" mehr.





















  Wollen Sie sich über  die Canon EOS 7D und das EF 70-200 informieren, so finden Sie im linken Frame meiner Site www.fotos.beetle24.de  unter anderem ausführliche Reviews.

  To learn more about the Canon EOS 7D and  EF 70-200, so you can find in the left frame of my site 
foto.beetle24.de include detailed reviews in English.



 
(C) by Manfred Borgwardt    Ausgabe 25.4.2012 Counter

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